Eingewöhnung in der Kindertagesstätte “Arche Noah” (Berliner Eingewöhnungsmodell) (Stand Januar 2011)
Informationen zum “Berliner Eingewöhnungsmodell” finden Sie hier... (PDF)
Stammgruppen und Funktionsräume (Stand Mai 2010)
Bezugsgruppen und Bezugserzieherin
Die so genannten Bezugsgruppen, d.h. die feste Zuordnung der Kinder zu einer bestimmten Gruppe, bleiben als Basis wie bisher bestehen. Für Kinder und Eltern ist klar, zu welcher Gruppe sie gehören; die Kinder erleben in ihrer Bezugsgruppe feste Abläufe und Rituale. Zusätzlich werden die Kinder jedoch ab dem Zeitpunkt ihrer Aufnahme fest einer Bezugserzieherin (aus der Bezugsgruppe) zugeteilt. Diese übernimmt die Eingewöhnung des Kindes (siehe -> Berliner Eingewöhnungsmodell) und bleibt für die gesamte Kindergartenzeit fester Ansprechpartner für die Eltern. Die Bezugserzieherin beobachtet und dokumentiert die Entwicklung des Kindes (Verhaltensbeobachtungen, Lerngeschichten, Entwicklungsbeobachtung und -dokumentation, Portfolios usw.) und führt regelmäßige Elterngespräche. Diese werden halbjährlich sowie nach Bedarf geführt und stellen einen regelmäßigen Austausch zwischen Eltern und Kindertagesstätte sicher (Erziehungspartnerschaft gemäß Hessischem Bildungsplan).
Tagesablauf
Während der Randzeiten (Frühdienst, Mittagsdienst bis 13.00 Uhr, Essensgruppe u.ä.) werden die Kinder wie bisher gruppenübergreifend zusammengefasst.
In der Kernzeit wird der Tagesablauf wie folgt gestaltet:
- Morgendliches Ritual (Morgenkreis o.ä.) in der Bezugsgruppe, bei dem der Tagesablauf einschließlich von Besonderheiten (etwa für „Schnupperkinder“, die nur hin und wieder mitessen; besondere Angebote etc.) mit den Kindern besprochen wird.
- Öffnung der Gruppe; die Kinder ordnen sich nach Interessen den verschiedenen Funktionsbereichen zu. Dies kennen die Kinder im Ansatz schon jetzt durch die teiloffene Arbeit und die gruppenübergreifenden Funktionsbereiche wie Galerie, Bällebad, Turnhalle, sowie dem Besuch der Kinder in anderen Gruppen.
- Abschluss des Vormittages durch ein Ritual in der Bezugsgruppe
Funktionsbereiche
Um das Angebot für die Kinder vielfältig und alle Entwicklungsbereiche ansprechend optimal gestalten zu können, werden die Räumlichkeiten der Kindertagesstätte umgestaltet. Bisher gab es in jeder Gruppe ein (zwangsläufig reduziertes) Spielangebot aus allen Bereichen. Stattdessen werden nun alle Gruppenräume dahingehend umgestaltet, dass sie einen bzw. zwei pädagogische Schwerpunkte setzen, z.B. Kreativraum, Bauraum, Rollenspielraum usw. Ein Gruppenraum soll künftig als Essraum genutzt werden. Die Kinder sollen hier einen geschützten Platz für Frühstück und Mittagessen finden, an dem sie von einer Fachkraft entsprechend begleitet und unterstützt werden. Die unbefriedigende Situation, dass im Flur gefrühstückt wird, entfällt somit. In den essensfreien Zeiten wird der Essraum für weitere pädagogische Angebote (etwa Regelspiele) genutzt.
Während der Öffnung der Gruppen, nach dem Morgenritual, ordnen sich die Erzieherinnen nach einem festem Plan den Funktionsbereichen zu, so dass die Kinder dort kontinuierlich begleitet werden. Bei personellen Engpässen werden Funktionsbereiche gesperrt. (Qualitätsgewinn gegenüber dem jetzigen System, bei dem häufig eine Erzieherin für ihre gesamte Gruppe alleine zuständig ist, die Abläufe in der Gruppe koordiniert, das Geschehen in den Nebenräumen kontrollieren muss usw.).
Die Entwicklung der Kinder wird dabei von allen Erzieherinnen in den Funktionsbereichen dokumentiert werden. Die Beobachtungen laufen bei der Bezugserzieherin zusammen, so dass gewährleistet ist, dass das einzelne Kind kontinuierlich im Blick ist.
Die neue Ausgestaltung der Funktionsräume wird zum Beginn des Kindergartenjahres 2010/2011 umgesetzt und in den Monaten danach beständig überprüft und evaluiert werden.
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